Donnerstag, 19. März 2015

Woche 1 Tag 4 - nackige Schafe und endlich eine live Geburt

Donnerstags und Freitags bin ich tagsüber allein. Das heißt, dass morgens noch jemand da ist der melkt und dann noch bis 10 oder 11 Uhr da ist, bis einmal die ganze Fütterung und Stallarbeit fertig ist. Dann bekomme ich Aufgaben für den Tag und muss dann so um 16 Uhr nochmal Futter an die Boxen ran schieben und die Lämmer mt dem Milchtaxi besuchen.

Vormittags ging alles seinen gewohnten Gang. Besonders war erstmal nur, dass ich eine Ziege im Auge behalten musste. Die hatte Mittwoch Abend versucht abzulammen. Das Lamm hing aber im Becken fest und die Ziege bekam ein Geburtstrauma und will ihr zweites Lamm, welches danach noch lebend zur Welt kam, nicht so wirklich an sich heran lassen. 

Als ich dann mit füttern fertig war, ging ich noch einmal in den Stall wo Kathrin bereits in der Box stand, da dort eine  weitere Ziege ihr erstes Lamm bekommen hatte. Die Dinger werden sowas von schnell trocken, dass ist unglaublich! Doch es war noch eine kleine Klaue zu sehen, also gab es gleich Geburtshilfe und ein zweites Lamm kam (endlich) vor meinen Augen zur Welt. wirklich sowas von niedlich. Die stehen wirklich schon wenige Minuten nach der Geburt auf ihren zittrigen, dünnen Beinchen und suchen das Euter. Ungewöhnlich war aber, dass es zwei Böcke waren. Normalerweise kommen immer ein männliches und ein weibliches Lamm zur Welt. Auch muss man immer damit rechnen, dass ein eine Drillingsgeburt werden könnte. Dies war aber bei und heute nicht der Fall. 

Nachmittags hatten wir dann noch einen Besucher, der die Schafe scheren sollte. 7 Stück mussten ran, darunter der riesige, schwere und starke Schafsbock Hugo. Trotzdem kamen wir gut zurecht. Ich glaube auch, dass ich meinen Job als "Assistentin" ganz gut gemacht habe. Ich wusste außerdem bis zu diesem Praktikum nicht, dass Schafe so einen langen Schwanz haben und dass sie, wenn sie auf dem Rücken liegen, hilflos sind wie eine Katze beim Nackengriff. Zitat: "Wenn die in ne Ackerfurche falln, dann zappeln die solange bis se sterben." Schon erschreckend, was ich alles (nicht) in der Uni gelernt habe. Ansonsten war es echt toll mal eine Schafschur mit zu erleben, mit Beine halten und allem. Jetzt sind die Schafe jedenfalls nur noch halb so groß und hassen mich auf ewig. Naja, zumindest bis morgen früh, wenn es wieder lecker Gerste gibt. Schafe sind ja zum Glück nicht besonders helle. 

2 Kommentare:

  1. Hahaha ach Billi, es macht wirklich Spaß von deinen Erlebnissen zu lesen *_* Jetzt verstehe ich was du damals meintest <3 Schreib bitte weiter! Lass dich nicht unterkriegen und behalte deine gute Laune, ich vermisse dich! Falls du am Wochenende noch Kraftreserven hast, sag Bescheid, dann ruf ich dich an <3 Ansonsten weiterhin viel Spaß! Deine Lisi

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  2. Ohhh Lisi!! Danke. Ich freue mich so, dass es dir gefällt. Immerhin hat mich ja dein Thailand Blog dazu inspiriert :)) ja ich melde mich!! Hab dich super lieb!

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